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Dienstag, Mai 06, 2008
von juden und frauen / alice in der paulskirche
der
hoch-verdiente börne-preis.
Dem Namensgeber des Preises fiel an diesem Tage die fragwürdige Ehre zu, sich der Geehrten als nicht unbedingt würdig zu erweisen. "Der Geist des Weibes soll Blüten tragen, nicht Früchte", hat Ludwig Börne einst dekretiert - und sich damit in den Augen der Heutigen diskreditiert, was die Frauenfrage angeht. Aber Preisträgerin Alice Schwarzer nahm es dem morgen vor 222 Jahren geborenen Frankfurter Publizisten nicht weiter krumm, dass sein Frauenbild, nun ja, von gestern war. Und es ist ja auch Deutschlands bekanntester Feministin zu danken, dass die Zahl der geistigen Früchte weiblicher Provenienz zunimmt und zunehmend Anerkennung findet.
(fr)