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Sonntag, März 23, 2008
Χρηστός Ανέστη .....(falls er jemals tot war...)
Christus ist auferstanden.
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Johann Wolfgang von Goethe
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch
des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet
Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog
sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige
Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber
die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und
Streben,
alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt's im Revier,
sie
nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach
der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt
ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie
feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden:
aus
niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und
Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus
den Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind
sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die
Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der
Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und,
bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst
von des Berges fernen Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich
höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer
Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich
Mensch, hier darf ich's sein!