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Freitag, November 30, 2007
eine kleinanzeige bei kijiji...
..hatte mich nach mainz gelockt....eine fertigdusche sei dort zu erwerben...also bin ich mit sven aufgebrochen um das ding ggf. zu erstehen. die frau am telefon sprach von "leichten" gebrauchsspuren...und nach kurzer suche im strassengewirr des vorortes standen wir vor dem ausgeschlachteten wrack...nichts war zu gebrauchen, das ding war sperrmuell...also nutzten wir die gelegenheit und besuchten einen media-markt und erfreuten uns als techno-freaks des weihnachtlichen ueberangebotes. ein geschenk hatte ich zu besorgen und ich fand das gesuchte....eine technische spielerei mit grossem effekt. naeheres spaeter, sonst verrate ich mich.
der rest des tages dann am schreibtisch und einige kunden hatten wohl ihren besuchstag. ich weiss nicht, aber wenn ich von einer angelegenheit genau weiss, dass die massnahme grundlegend falsch ist, rate ich dem kunden ab.....besonders dann, wenn das geld auch nicht so dicke ist....ich weiss, kaufmaennisch mache ich mist, ich haette verdienen koennen, aber ich habe zu viele gesehen, die massenhaft geld in den sand setzten, weil sie in eine eigentlich absurde idee verrannt waren. ich denke da nur an die zauber-muesli-riegel, die herr x. vermarktete und glatt glaubte, sie verhindern krebs-erkrankungen. teils war es sein fester glaube an die inhaltsstoffe der sojabohne, teils steckte eine gewisse geldgeile idee dahinter....jedenfalls kostete es ihm letztlich sicher an knapp eine millionen dm und der verkaufserfolg blieb aus....die menschheit ist eben doch nicht ganz so bloede....herr x. machte pleite.
ueberfluessigerweise starb auch noch im folgejahr seine frau...nun ratet mal an was?
oder damals die werbemassnahmen fuer einen gewissen herrn s., der einbauschraenke aus frankreich importierte um sie hier bauherren anzubieten, die im boom des "bauherrnmodells" wohnungen als geldanlage anpriesen und auch reichlich verkauften. die kaeufer verloren zumeist ihre gesamte investition und noch viel mehr, da sie auf knebelvertraege reingefallen waren. in frankreich freilich verkauften sich die einbau-schrank-systeme hervorragend....kein wunder, sie haben das gesetz das in jeder neu erstellten wohnung ein einbauschrank zur ausstattung gehoeren muss....in der bundesrepublik freilich dachte kein bauherr daran, kosten durch einbauschraenke zu verursachen....und nachdem herr s. nun ein aufwendiges vertriebssystem aufgebaut hatte und sein ganzes geld investiert hatte, blieb der verkaufserfolg aus.....einbauschraenke, besonders aus metall, sind nun mal nicht der deutsche renner....herr s. traf es ganz tragisch und er nahm sich das leben.
herr xx. war ein erfolgreicher buero-bedarfs-kaufmann mit einer firma und ca. 30 mitarbeitern. er expandierte uebermaessig und hoerte zuviel auf den rat eines etwas hochgestochenen partners, der aufgrund einer gekonnten ehe finanziell unabhaengig war....die verschuldung durch leasing-angelegenheiten haben herrn xx. zum stark-trinker werden lassen und die firma ging pleite. der partner verschwand mit der kundenkartei und herr xx. in einer entwoehnung. herr xx. machte noch einige versuche in richtung esoterischer geschaefte und verkauft heute im internet gluecksbringer zu 68.- euro das stueck...eine postkarte mit einem gluecksbringenden bildchen drauf. der partner hingegen bewegt sich grossfuerstlich durchs leben und gottseidank kann seine frau das leisten.